Hördauer
Definition und Abgrenzung zur Verweildauer
Die Hördauer gibt an, wie viele Minuten pro Tag im Durchschnitt gehört werden, bezogen auf alle Personen einer Zielgruppe. Nicht-Hörer fließen mit null Minuten ein, deshalb liegt der Wert unter der Verweildauer, die sich nur auf tatsächliche Hörer bezieht. Für Werbung ist die Hördauer ein Maß für die Chance, mehrfach Kontakt zu bekommen.
Was die Hördauer über Ihre Zielgruppe verrät
Lange Hördauer bedeutet lange Sessions und damit die Möglichkeit, Frequenz in kurzer Zeit aufzubauen. Genau deshalb funktionieren Radiokampagnen in Zielgruppen mit hoher Nutzung schneller als in Gruppen, die nur kurz einschalten. Umgekehrt gilt: Wo die Hördauer niedrig ist, brauchen Sie mehr Zeitschienen und mehr Tage, um dieselbe Kontaktzahl zu erreichen. Diese Unterschiede sind deutlich, wenn Sie Altersgruppen vergleichen. Wie sich daraus Belegungen ergeben, zeigt die Radiowerbung, für kleinere Gebiete siehe lokale Radiowerbung.
Hördauer und Frequenzsteuerung
Bei langen Sessions steigt die Gefahr, dieselbe Person zu oft zu erreichen. Im klassischen Radio steuern Sie das über die Verteilung auf Zeitschienen und Tage, im digitalen Audio über eine harte Frequenzobergrenze. Rechnen Sie vorher aus, wie oft ein Hörer Ihren Spot bei durchschnittlicher Nutzung hören würde. Liegt die Zahl über fünf, lohnt eine andere Verteilung. Wiederholung ist der Motor von Erinnerung, aber der Punkt, an dem Ablehnung beginnt, liegt näher als viele annehmen, gerade bei einem Spot mit auffälligem Sounddesign.
Häufige Fragen
-
Die Hördauer gibt an, wie viele Minuten pro Tag im Durchschnitt gehört werden, bezogen auf alle Personen einer Zielgruppe. Nicht-Hörer fließen mit null Minuten ein. Die Verweildauer betrachtet dagegen nur die tatsächlichen Hörer und liegt höher.
-
Die Hördauer bezieht alle Personen der Zielgruppe ein, auch Nicht-Hörer. Die Verweildauer betrachtet nur die tatsächlichen Hörer und ist deshalb höher. Beide Werte stehen in den Radiostudien und sollten nicht verwechselt werden.
-
Sie zeigt, wie schnell sich Frequenz aufbaut. Bei hoher Hördauer reichen weniger Schaltungen für mehrere Kontakte, bei niedriger Hördauer brauchen Sie Streuung über mehr Tage und Zeitschienen, damit die Nettoreichweite nicht stehen bleibt.