Bruttokontaktsumme

Definition und Berechnung

Die Bruttokontaktsumme ist die Summe aller Werbekontakte einer Kampagne. Mehrfachkontakte derselben Person werden dabei jedes Mal gezählt. Sie beschreibt also das Kontaktvolumen, nicht die Zahl der erreichten Menschen. Genau darin liegt ihr Nutzen und ihr Risiko, wenn man sie mit Reichweite verwechselt.

Wie die Bruttokontaktsumme entsteht

Rechnerisch ergibt sie sich aus der Nettoreichweite und der durchschnittlichen Kontakthäufigkeit. Erreichen Sie 200.000 Personen mit durchschnittlich vier Kontakten, liegt die Bruttokontaktsumme bei 800.000. In Prozent der Zielgruppe ausgedrückt ist dieselbe Größe der GRP-Wert eines Plans. Für die Praxis heißt das: Die Bruttosumme sagt, wie viel Werbedruck Sie einkaufen, und die Nettoreichweite, wie viele Menschen davon überhaupt erfasst werden. Wie wir daraus Belegungen bauen, zeigt die Radiowerbung.

Wofür die Zahl taugt und wofür nicht

Sinnvoll ist sie beim Vergleich von Plänen mit gleicher Zielgruppe, etwa wenn Sie prüfen, ob ein zweiter Sender zusätzliche Kontakte oder nur Doppelungen liefert. Als Erfolgsargument nach außen taugt sie kaum, weil eine große Zahl auch entsteht, wenn eine kleine Gruppe zwölf Kontakte hatte. Prüfen Sie deshalb immer die Verteilung der Kontakte: Wie viele Personen hatten einen, zwei, drei oder mehr Kontakte? Bei regionalen Kampagnen wird das besonders deutlich, siehe lokale Radiowerbung, weil dort hohe Frequenz schnell entsteht.

Häufige Fragen

Die Bruttokontaktsumme ist die Summe aller Werbekontakte einer Kampagne, wobei Mehrfachkontakte derselben Person jedes Mal zählen. Sie beschreibt das Kontaktvolumen und nicht die Zahl der erreichten Menschen.

Die Nettoreichweite zählt jede erreichte Person einmal, unabhängig davon, wie oft sie Kontakt hatte. Die Bruttokontaktsumme addiert alle Kontakte. Das Verhältnis beider Werte ergibt die durchschnittliche Kontakthäufigkeit.

Nur wenn sie mit ausreichender Nettoreichweite einhergeht. Andernfalls zahlen Sie für Wiederholung bei wenigen Menschen. Sinnvoll ist ein Plan, der zuerst genug Personen erreicht und dann die Frequenz auf ein wirksames Maß bringt.