Listen Through Rate

Definition, Richtwerte und Grenzen

Die Listen Through Rate, kurz LTR, gibt an, welcher Anteil der ausgelieferten Audiospots vollständig abgespielt wurde. Gemessen wird über Abspielmarken bei 25, 50, 75 und 100 Prozent. Die Kennzahl ist die wichtigste Auslieferungsgröße digitaler Audiokampagnen und wird häufig auch Completion Rate genannt.

Wie Sie die Listen Through Rate richtig lesen

Hohe Werte sind im Audio die Regel, weil das Überspringen in vielen Umfeldern nicht vorgesehen ist. Genau deshalb ist die LTR kein Beweis für Aufmerksamkeit. Sie zeigt, dass der Spot lief, nicht dass jemand zugehört hat. Aussagekräftig wird sie im Vergleich: zwischen Umfeldern, zwischen Spotlängen und zwischen Kreationen. Fällt ein Motiv im selben Umfeld deutlich ab, liegt es meist am Einstieg oder an einer Stimme, die nicht zum Kontext passt. Bei Kampagnen in Online Audio Werbung nutzen wir die LTR deshalb als Frühwarnsignal für die Kreation, nicht als Erfolgsnachweis.

Was neben der LTR gemessen werden sollte

Ergänzen Sie Auslieferungsdaten um Wirkungsdaten. Dazu gehören Markensuchanfragen im Kampagnenzeitraum, Direktzugriffe auf die Website, Aktionscodes und Befragungen zur Werbeerinnerung. In Podcast Werbung kommt die Position im Stream dazu, weil Pre‑, Mid- und Post-Roll unterschiedlich abschneiden. Wichtig ist eine Regel, die vor Kampagnenstart steht: Welche Kennzahl entscheidet über Fortführung, welche dient nur der Kontrolle? Mit dieser Festlegung bleibt die Diskussion am Ende beim Kampagnenziel.

Häufige Fragen

Die Listen Through Rate gibt an, welcher Anteil der ausgelieferten Audiospots vollständig abgespielt wurde. Gemessen wird über Abspielmarken bei 25, 50, 75 und 100 Prozent. Häufig wird sie auch Completion Rate genannt.

In vielen digitalen Audioumfeldern liegen die Werte hoch, oft über 90 Prozent. Entscheidend ist der Vergleich innerhalb desselben Umfelds und derselben Spotlänge. Ein Rückgang gegenüber vorherigen Wochen sagt mehr als ein absoluter Zielwert.

In der Regel ja, weil mehr Zeit mehr Gelegenheiten zum Abbruch bietet. Der Unterschied ist im Audio kleiner als im Video. Prüfen Sie deshalb, ob die längere Fassung inhaltlich genug liefert, um die schwächere Abspielquote auszugleichen.